Cooking with the kids

Wenn ich mir heute den Stundenplan eines Neuntklässlers anschaue, fehlen Fächer wie Lebensmittelkunde, Ernährung oder andere Lehrangebote, die erklären, wie man sich richtig ernähren sollte. Folglich stelle ich mir die Frage, ob es die Aufgabe des Schulsystems ist oder ob es in den Händen der Eltern liegt, ihre Kinder zum Thema gesunde Ernährung aufzuklären & zu erziehen? 

Die Antwort liegt wahrscheinlich irgendwo in der Mitte, denn, wenn ich mich daran erinnere, was es so in meiner Schulzeit in der Mensa zu essen gab, hatte das nicht viel mit ausgewogener, gesunder oder bewusster Ernährung zu tun.

Ja, jetzt höre ich schon die Lehrer schreien: „Wir haben dafür kein Geld, das fehlt dann an anderen Ecken. Die Ernährung spielt doch gar keine so große Rolle. Dafür sind die Eltern zuständig.“

Seitdem ich angefangen habe mich mit dem Thema Ernährung auseinanderzusetzen, kristallisierte sich meine Leitlinie heraus und zwar, dass alles bei der Ernährung anfängt. Was bringen dem Lehrer Kinder, die sich in der Mittagspause mit Snickers & anderen Schokoriegeln vollfuttern (hab ich genauso gemacht), dann im Unterricht laut & nervös sind und nach weiteren 15 Minuten müde & träge in den Stühlen hängen? Sicherlich nicht viel. Kindern in der Blutzucker-Achterbahn fällt es schwer sich zu konzentrieren und sie fordern die Nerven der Lehrenden.

Kleiner Wissens-Tipp: Verzehren also die Kinder beispielsweise Gerichte, die reich an synthetischen Lebensmittelzusatzstoffen sind, dann reizen diese Stoffe, die für den Organismus Gifte darstellen, die Nervenzellen des Bauchhirns auf eine bestimmte Weise. Infolgedessen sind die Mitteilungen des Bauchhirns an das Gefühlszentrum im Gehirn in diesem Falle nicht gerade positiv. Folglich können plötzliche Aggressionen, Konzentrationsstörungen, Überaktivitäten, aber auch Stimmungstiefs ohne weiteres auch mit der Ernährung in Verbindung gebracht werden.

Klar gibt es auch die Kinder, die ihre Mittagsbrote geschmiert bekommen oder sich sogar selber ihr Essen zu Hause zubereiten & mitbringen, aber zu oft sind die süßen Leckereien der Mensa viel zu verlockend. Wie & wo fängt man also am besten an etwas zu verändern & aufzuklären? Auf gehts also an die Schulen!

Es ist mittlerweile das dritte Mal, dass ich ein Projekt mit Unterstützung der BIO-COMPANY auf die Beine gestellt habe, um ein größeres Bewusstsein für gesunde Ernährung bei den Schülern und Schülerinnen zu schaffen.
Worum gehts? Mit den Kids Lebensmittel einkaufen, kochen, quatschen & ihnen zeigen, dass eine coole, ausgewogene & bewusste Ernährung nicht viel Zeit & gar nicht unbedingt viel Können braucht. 

Meine Erfahrung zeigt, dass die Kinder immer selber davon erstaunt sind, wie einfach & schnell man sich ein ausgewogenes Frühstück zubereiten kann, das sogar schmeckt & gut aussieht. Das Kochen mit der Klasse macht mir immer wieder eine Menge Spaß, gerade weil die Kinder anwendbares Wissen über Ernährung mit nach Hause nehmen.

Ein anderes für mich sehr wichtiges Thema ist es die Kinder darüber aufzuklären, wie „unsere“ Ernährungsindustrie relativ einfach ihre Lebensmittel auf den Markt bringen darf und dabei die Verbraucher mit einer Reihe von Verkaufstricks und Label-Lügen für sich zu gewinnen versucht. Bunte Etiketten mit prallen Früchten suggerieren einen hohen Vitamingehalt und Frische. Der wahre Wert eines Fertigproduktes wird erst deutlich, nachdem das Kleingedruckte studiert wurde. 

Ich möchte den Kindern zeigen, worauf man beim Kauf von Lebensmitteln achten sollte und auch, dass Selbermachen meistens günstiger und gesünder ist. Und da kommen meine Liebe Freunde von der BIO-COMPANY ins Spiel. Seit dem ich mit Ihnen zusammen das „Cooking with the kids“ gestartet habe, fällt es mir natürlich noch einfacher den Kindern zu zeigen wo unsere Lebensmittel auch noch her kommen. Großes DANKE an die BIO-COMPANY von den Kindern & natürlich auch von mir.

Ich bin auch nicht mit dem Gedanken auf die Welt gekommen, mich für immer & ewig, nachhaltig & bewusst zu ernähren. Doch ich habe mich in den letzten Jahren intensiv mit dem Thema auseinandergesetzt, um zu verstehen, wie man gesund leben kann, ganz ohne Selbstgeißelung. 

Budget und sozio-kultureller Hintergrund entscheiden nicht ausschließlich über eine gesunde Lebensweise, vielmehr ist diese erlernbar. 

Wir Menschen sind Gewohnheitstiere und deswegen kann auch der passionierteste Fast- Food-Junkie durch eine Veränderung seiner Routinen, gesunde Kost lieben lernen.
Da ich durch den Wandel meiner Lebensweise viele positive Effekte beobachten konnte, möchte ich nun Kinder aber auch ihre Eltern unterstützen, schon in jungen Jahren, ein Fundament für ihre Gesundheit zu schaffen. Mit „Cooking with the Kids“ werde ich diesen Wunsch in die Tat umsetzen und hoffe darauf, noch mehr Schulen ins Boot holen zu können.

Um die oben gestellte Frage am Ende zu beantworten, denke ich, dass es am Ende des Tages an beiden Parteien liegt, den Kindern mehr Bewusstsein in Sachen Ernährung zu verschaffen. Die älteren müssen den Kindern den Weg zeigen, denn sonst bleibt nicht mehr viel übrig von unseren vitalen & sportbegeisterten Kids.

Ich werd weiter machen um was zu ändern. Ihr auch?

Everything Starts with food.

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